Einsatz für den nachhaltigen Wandel im Revier geht weiter

Stand:
Ende Januar 2026 endet das Projekt MehrWertRevier, doch dank Förderung des Bundesumweltministeriums und des Landes NRW startet schon im Februar das Folgeprojekt „Nachhaltig leben im Revier“.
Einsatz für den nachhaltigen Wandel im Revier geht weiter

Wandel als Chance begreifen und aktiv gestalten – genau dafür steht „MehrWertRevier“. Seit Anfang 2023 hat das Projekt der Verbraucherzentrale NRW die Menschen in der Region dabei unterstützt, Ressourcen zu schonen und sich gemeinsam für einen ökologisch nachhaltigen Konsum einzusetzen. Ziel war und ist es, Beiträge zu leisten, damit sich das Rheinische Revier, das sich mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet, zu einer nachhaltigen Modellregion in Europa entwickeln kann. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie durch das Land NRW konnte „MehrWertRevier“ zeigen, wie zivilgesellschaftliches Engagement, Bildungsarbeit und praxisnahe Ansätze Hand in Hand gehen, um den nachhaltigen Wandel in der Region gemeinsam voranzubringen.

Off

Workbook, Video, Leitfäden: Transfer von Ergebnissen und Materialien

In den vier Handlungsfeldern Bildung, Engagement-Förderung, Citizen Science und Information und Motivation hat das Projekt viel vor Ort bewegt und viele Menschen im Revier erreichen können. „Mit verschiedenen Bildungseinrichtungen haben wir über 80 Workshops durchgeführt und viele junge Menschen zu Themen wie z.B. Reparatur und oder nachhaltige Geldanlage erreicht, im Engagementbereich haben wir mehr als 1000 Teilnehmende zu Workshops und Netzwerkveranstaltungen begrüßt, zudem haben wir drei spannende Bürgerforschungsprojekte umgesetzt, die sich mit Balkonsolarkraftwerken, Mobilität am Tagebau Garzweiler oder nachhaltiger Ernährung beschäftigt haben“, berichtet Projektleiter Jonas Grauel.

Entstanden sind viele Materialien, die Interessierte über die Website des Projekts www.mehrwertrevier.nrw weiterhin kostenfrei nutzen können – etwa im Bildungsbereich ein Leitfaden für Jugendgruppen „Schritt für Schritt zum nachhaltigen Stadtrundgang“, ein „Handbuch „Generationen im Dialog – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten“ und ein Workbook „Nachhaltige Geldanlage“. 

Wer sich für nachhaltiges Engagement interessiert, kann den digitalen „Mitmach-Kompass“ nutzen oder sich Tipps zur Gründung eines Repair-Cafés oder eines Gemeinschaftsgartens holen. Ein Video „Solar – Na klar!“ und ein Planspiel zum Thema „Alte Dörfer, neue Wege“ sind praktische Ergebnisse der Citizen Science-Vorhaben zu den Themen Steckersolar und Mobilität.

Workbook

Wanderausstellung zu nachhaltigem Konsum an 24 Orten im Revier 

Unter dem Titel „Konsum im Wandel: Machen wir’s nachhaltig!“ hat die vom Projekt MehrWertRevier entwickelte Wanderausstellung seit Sommer 2024 praktische Anregungen zu einem nachhaltigen Konsum vermittelt. An sechs interaktiven Themenstationen konnten Menschen in 24 Orten im Revier. Spannendes zu den Themen Ernährung, Wohnen, Mode und Unterwegssein entdecken. Für Schüler:innen gab es ein Begleitprogramm aus Führungen und Workshops. 

Wanderaustellung

Neues Projekt greift unter anderem das Thema Biodiversität auf

Ende Januar 2026 läuft das Projekt aus – doch schon im Februar 2026 startet das Folgeprojekt „Nachhaltig leben im Revier“, ebenfalls gefördert durch das Umweltbundesministerium und das Land NRW. Vorgesehen sind unter anderem
Angebote im Rahmen der Landesgartenschau in Neuss, ein großes Bürgerwissenschaftsprojekt zum Thema Biodiversität, Nachhaltigkeits-Challenges für junge Leute sowie der Aufbau eines Netzwerks lokaler Nachhaltigkeits-Initiativen. „Wir freuen uns darauf, den Strukturwandel im Rheinischen Revier auch weiterhin mitzugestalten“, so Martin Kuhne, Leiter des Bereichs Ernährung und Umwelt der Verbraucherzentrale NRW.


MehrWertRevier ist ein Projekt der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Programms
"Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen" (KoMoNa)

Förderlogos mit den Texten "Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit" sowie "Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen"