Auf dem Kaiserplatz servieren freundliche humanoide Roboter Getränke, es sprudelt ein Brunnen und Radfahrer bewegen sich sicher auf dem begrünten Gelände. Über dem ganzen schwebt ein Zeppelin. Die Unterführung zwischen Haus der Stadt und Stadt Center erscheint als stylische „Urban Passage“, künstlerisch gestaltet und hell erleuchtet. Und am Philippstor beherrschen nicht mehr Asphalt und Autos die Szenerie, sondern ausgedehnte Wiesen.
Das sind drei der Zukunftsbilder, die Dürener Jugendliche in einem Workshop des Projekts MehrWertRevier entworfen haben. Ziel des Bildungsangebots ist es, jungen Leuten das Potenzial ihrer Stadt für eine nachhaltige Entwicklung aufzuzeigen und sie kreativ einzubeziehen.

Einstieg: Zukunftsfragen aus Sicht der Jugendlichen
Mit der Frage „Woran denkst du, wenn du an Zukunft denkst?“ wurde der Workshop eröffnet. Die 15 Schüler:innen, die an der VHS Rur-Eifel ihren Realschulabschluss nachholen, sammelten erste Stichworte und tauschten persönliche Assoziationen aus. Sie diskutierten, wie aktuell über Zukunft gesprochen wird und warum positive Zukunftsvisionen für gesellschaftliche Entwicklungen wichtig sind. Gemeinsam blickten sie auf Beispiele für bereits vorhandene, ermutigende Ansätze. Anschließend führte eine Traumreise die Schüler:innen gedanklich ins Düren des Jahres 2050 – und lieferte die Grundlage für erste Visionen und Ideen. Weniger Lärm, weniger Autos, weniger Stress, dafür mehr Natur, ein besserer ÖPNV und ein „gutes und geordnetes Miteinander“ waren einige Stichworte die an Pinnwänden notiert wurden.

KI-Bilder aus eigenen Fotografien
Der praktische Teil widmete sich der Frage, wie Zukunftsbilder mithilfe bildgenerierender Künstlicher Intelligenz entstehen können. Nach einer Einführung experimentierten die Jugendlichen mit eigenen Fotos, die sie zuvor im Kunstunterricht an Orten und Plätzen in Düren aufgenommen hatten. Diese wurden mit KI so verändert, dass die persönlichen Zukunftsvorstellungen sichtbar wurden. Dadurch entstanden erstmals echte Vorher-Nachher-Bilder.
Präsentation und Ausblick
Im Plenum betrachtete die Gruppe alle entstandenen Zukunftsbilder und tauschte Eindrücke aus. Die Ergebnisse sollen nun auf den Fluren der VHS ausgestellt werden. Da viele Schüler:innen sich wünschten, dass ihre Arbeiten von noch mehr Menschen gesehen werden, prüft das Team von MehrWertRevier derzeit weitere Ausstellungsmöglichkeiten an öffentlichen Orten in Düren.
Ein Fazit einer teilnehmenden Person fasst den Tag treffend zusammen: „Der Workshop hat mir geholfen, jetzt auch positiver auf die Zukunft zu blicken.“
