Revierweites „Netzwerk Nachhaltigkeit“ nimmt Gestalt an

Stand:
Gemeinsam viel erreichen: Das fünfte Reviergespräch bestärkte die Teilnehmenden, das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt weiter zu festigen.
Teilnehmerinnen Reviergespraech
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Rück- und Ausblick standen im Mittelpunkt des fünften Reviergespräches, zu dem das Projekt MehrWertRevier Ende November nach Kerpen eingeladen hatte. Und es wurde deutlich: Gemeinsam konnte schon viel bewegt werden – und die Motivation ist groß, diesen Weg weiter zu beschreiten. 

Seit 2023 haben sich Initiativen, Vereine und Kommunalverwaltungen aus Städten und Kreisen getroffen, kennengelernt und ausgetauscht regional in kreisweiten Arbeitsgruppen und immer wieder auch überregional bei den Reviergesprächen. Viel hat sich seitdem getan: Es wurde auf zahlreiche Aktionen, Workshops und andere gemeinsame Erfolge zurückgeblickt. Dabei stand die Weitergabe von Erfahrungen der Teilnehmenden untereinander im Mittelpunkt.
 Teilnehmerinnen Reviergespraech

Vier Kreis-Arbeitsgruppen denken über Zusammenschluss nach

Ein weiteres großes Thema war auch die Frage: Wie geht es weiter? Vier Kreis-Arbeitsgruppen haben sich inzwischen den Namen „Netzwerk Nachhaltigkeit“ gegeben und überlegen nun, sich überregional zu einem großen Netzwerk zusammenzutun. Nur gemeinsam seien die Teilnehmenden des Reviergesprächs so stark, erinnerte Ilona Pohl, die sich in der Initiative „Heimat blüht auf“ im Kreis Heinsberg engagiert, und erntete dafür viel zustimmendes Nicken aus der Diskussionsrunde. Die Bedeutung des „Netzwerk Nachhaltigkeit Kreis Euskirchen“ betonte Lisa Rodermann, Nachhaltigkeitsmanagerin im Kreis Euskirchen: Das Netzwerk gebe ihr Rückendeckung in ihrer Arbeit  und motiviere sie. Das Zusammenspiel aus Hauptamt und Ehrenamt müsse mehr in den Fokus gerückt werden. 
 Teilnehmerinnen Reviergespraech

Ins Handeln kommen und Rahmenbedingungen verändern

Dass vor allem strukturelle Veränderungen wichtig sind, um in Sachen Nachhaltigkeit wirklich etwas zu bewegen, erläuterte Stefan Rostock von Germanwatch e.V. in einem Impulsvortrag zum sogenannten Handprint-Konzept und den Gelingensfaktoren von gemeinwohlorientiertem Lobbying. Das Konzept des Handabdrucks hat zum Ziel,  Menschen dabei zu helfen, ins konkrete Handeln für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft zu kommen. Ziel ist es, gemeinsam Rahmenbedingungen so zu verändern, dass nachhaltiges Verhalten leichter, preiswerter oder zum Standard wird.
 Teilnehmerinnen Reviergespraech

Poster illustriert die Vision einer „Nachhaltigen Kommune 2035“

Motivation schenkte auch die gemeinsame Vision für eine „Nachhaltige Kommune im Rheinischen Revier 2035“, die die Teilnehmenden der Reviergespräche in einem Kreativprozess im Juni erarbeitet haben. Die Vision wurde von einer Grafikerin illustriert und steht nun auf einem frisch gedruckten Poster zur Verfügung. Die Vision macht deutlich, wie jede:r mit den eigenen Themen, Fähigkeiten und dem persönlichen Wissen einen Teil zu einem großen Ganzen beitragen kann.
 Teilnehmerinnen Reviergespraech

Ressourcenbörse zur gegenseitigen Unterstützung

Dass Wissen und Fähigkeiten wertvolle Ressourcen sind, die es lohnt zu teilen, wurde auch bei der Ressourcenbörse sichtbar: Eine bunte Pinnwand, auf der alle Teilnehmenden vermerken konnten, wie sie einander unterstützen können und wo sie Hilfe brauchen. Die Frequentierung dieser Pinnwand ließ auf großes Interesse schließen. Die Wand bot Gesprächs- und Netzwerkanlass und stand ganz dem Motto der Reviergespräche: Gemeinsam viel erreichen!

 


MehrWertRevier ist ein Projekt der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Programms
"Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen" (KoMoNa)

Förderlogos mit den Texten "Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit" sowie "Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen"